25.05.2018, von Enrique Hernández Gómez

Impfungen retten Leben

Immunisierung ist Eigenschutz

Der Kampf gegen Infektionen durch Immunisierung ist begann vermutlich bereits um 200 v.u.Z. in Indien oder China, indem Einzelne durch gezielte Infektion versucht wurde diese zu immunisieren. Bei den Pocken wurde festgestellt, dass das einmalige Durchstehen gegen eine weitere Ansteckung immun machte. Es dauerte jedoch bis ins 19. Jahrhundert bis sich die Immunisierung durch Impfung in Europa durchsezte.  Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wurden systematisch zahlreiche weitere Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten entwickelt. Seit 1967 werden unter der Schirmherrschaft der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweite Impfprogramme aufgelegt.

Dank dieser Impfprogramme konnten viele Krankheiten weitestgehend ausgerottet werden.  Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass sich möglichst viele impfen lassen. Sind nur wenige Menschen geimpft, kann sich ein Erreger leichter verbreiten. Lassen sich hingegen viele Menschen impfen, können sich die Krankheitserreger nur noch begrenzt ausbreiten. Damit werden auch die geschützt, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können oder Neugeborene.

 

 

è

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

è

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geimpfte

 

Nicht geimpfte

 

Infizierte

Impfungen sind jedoch nicht nur bei Kindern wichtig, sondern auch Erwachsene sollten sich um einen effizienten Imfschutz kümmern, da einige Impfungen aufgefrischt werden müssen.

Gerage im Bevölkerungsschutz kann es im Einsatz vorkommen, dass Helferinnen und Helfer mit Erregern in Berührung kommen. Impfschutz ist daher Eigenschutz!

Wie funktioniert eine Impfung?

Kommt das Immunsystem mit einem Krankheitserreger in Berührung bildet es zur Bekämpfung Antikörper. Gleichzeitig wird die Information über den Erreger gespeichert, d.h. der Körper erinnert sich an bereits durchlaufende Krankheiten und kann sie schneller bekämpfen. Durch die Immunisierung wird der Körper angeregt eine erregerspezifische Immunkompetenz zu entwickeln ohne die Infektionskrankheit selber durchlaufen zu müssen. Hierzu werden abgeschwächte oder tote Erreger in den Körper gebracht. Das Immunsystem bekämpft diese und speichert gleichzeitig die Informationen zu diesem Erreger. Kommt es später zu einer späteren Infektion stehen dem Körper die für die Bekämpfung erforderlichen Informationen bereits zur Verfügung.

Impfung gemäß Empfehlung der Ständigen Impfkommission:

Cholera nur im Ausnahmefall: auf Verlangen eines Ziel- oder Transitlandes bei Reisen

Diphtherie Standard für Kinder ab zwei Monaten, Auffrischung für Erwachsene alle zehn Jahre

 FSME Exponierte zu Zecken in FSME-Risikogebieten (Anwohner, Forstarbeiter u. a.)

Gebärmutterhalskrebs/ HPV Mädchen und junge Frauen vom 9. bis zum vollendeten 17. Lebensjahr

Gelbfieber bei Reisen in gefährdete Gebiete (tropisches Afrika, Südamerika), teilweise sogar vorgeschrieben

Haemophilus influenzae Typ b Standard für Kinder ab zwei Monaten

Personen mit anatomischer oder funktioneller Asplenie

Hepatitis A Risikogruppen

Gefährdetes Personal (Gesundheitsdienst, Forschung, Kanalisation u. a.)

Hepatitis B Standard für Kinder ab zwei Monaten

Risikogruppen

Gefährdetes Personal in Gesundheitsdienst

Influenza Personen über 60 Jahre, Personen mit geschwächtem Immunsystem

Personen mit chronischen Erkrankungen

Japanische Enzephalitis Bei Reisen in Endemiegebiete

Masern Standard für Kinder ab elf Monaten

Meningokokken Typ C Standard für Kinder ab zwölf Monaten, Personen mit geschwächtem Immunsystem, Gefährdetes Personal (Labor, Entwicklungszusammenarbeit u. a.), Jugendliche mit Langzeitaufenthalt in gefährdeten Ländern

Meningokokken Typ A, C, W135, Y Gefährdetes Personal (Labor, Entwicklungszusammenarbeit u. a.)

Jugendliche mit Langzeitaufenthalt in gefährdeten Ländern

Reisen in Endemiegebiete

Mumps Standard für Kinder ab elf Monaten

Pertussis (Keuchhusten) Standard für Kinder ab zwei Monaten, Auffrischung mit fünf bis sechs Jahren, und zwischen dem 9. und 17. Lebensjahr.

Alle Erwachsenen, vor allem bei möglichem Kontakt zu Neugeborenen und Säuglingen (Paare mit Kinderwunsch, werdende Eltern und Großeltern etc.) Pneumokokken Standard für Kinder ab zwei Monaten bis zwei Jahren

Personen über 60 Jahre

Personen mit geschwächtem Immunsystem

Poliomyelitis Standard für Kinder ab zwei Monaten / u. U. Auffrischung

Röteln Standard für Kinder ab elf Monaten

Rotavirus Schluckimpfung ab der sechsten Lebenswoche, je nach Impfstoff zwei- oder dreimal im Abstand von vier Wochen

Tetanus Standard für Kinder ab zwei Monaten, Auffrischung für Erwachsene alle zehn Jahre und ggf. im Verletzungsfall

Tollwut Personen mit Umgang mit Tieren in Gebieten mit Wildtiertollwut

(Tierärzte, Jäger, Forstpersonal u. a.)

Tuberkulose derzeit nicht empfohlen

Typhus Bei Reisen in Endemiegebiete

Windpocken Standard für Kinder ab elf Monaten, Seronegative Personen bei Indikation (Organtransplantation, Kinderwunsch bei Frauen u. a.), Seronegatives Personal im Gesundheitswesen




Suche

Suchen Sie hier nach einer aktuellen Mitteilung: