22.04.2018, von Enrique Hernández Gómez

Übungswochenende für alle Gruppen

Räumen, Ortung und Bergung halten sich fachlich auf dem Laufenden

Alle Bilder: F. Arlt, THW OV-Ronnenberg

Straßen anlegen, Personen mit Rettungshunden orten und umgekippte Fahrzeuge im Graben bergen. Das waren die Schwerpunkte eines Wochenendes um das zu üben, das im allgemeinen Übungsdienst nur schwer zu trainieren ist. Die beiden Fachgruppen des Ortsverbands Ronnenberg und Helfer aus beiden Bergungsgruppen nutzten die Möglichkeiten einer guten Übungsumgebung um das nicht alltägliche zu üben.

Die Fachgruppe Räumen Ronnenbergs ist Lehrfachgruppe für den Landesverband Bremen, Niedersachsen. Die Lehrfachgruppe unterstützt hierbei andere Räumgruppen bei der Aus- und Fortbildung. Im Rahmen der gemeinsamen Ausbildung wurde durch die Räumgruppen in der Südheide schwerpunktmäßig Straßen- und Wegebau geübt. Hierbei wurde nicht nur eine Straße neu angelegt und Gräben ausgehoben, sondern auch vorbereitende Erdarbeiten für Rohrdurchführungen. Beteiligt waren die Ortsverbände Bassum, Burgdorf, Papenburg, Wolfsburg und Ronnenberg mit sieben Kippern, zwei Teleskopladern, vier Radladern und einem Radbagger, die zusammen ungefähr 375 (550 t) ausgehoben, 190 (380 t) Mineralgemisch verladen, angeliefert und daraus eine Straße gebaut. Der Ortsverband Braunschweig steuerte seinen Radlader und Kipper bei, Hoya seinen Kipper und Bagger.

Auch für Rettungshunde der THW Ortsverbände Achim, Sulingen, Neumünster und Ronnenberg und ihren speziell geschulten Rettungshundeführerinnen und -führern war es ein Übungsreiches Wochenende. Neben der Trümmer- war auch die Flächensuche Übungsziel. Bei der Trümmersuche geht es um das zuverlässige Auffinden und Anzeigen verschütterter Personen, Arbeit unter verschiedenen schwierigen Bedingungen und das Annehmen und Ausarbeiten unterschiedlichster Trümmerstrukturen. Für die Rettungshundeführerinnen und -führer steht die Lenkbarkeit und der Gehorsam des Hundes im Vordergrund. Der Hund und die Führerin bzw. der Führer bilden hierbei ein speziell aufeinander abgestimmtes Team. Die Komplexität der Aufgabe erfordert hierbei ein ständiges Üben mit den Rettungshunden. Die Flächensuche hat demgegenüber die Schwerpunkte das Anzeigen einer vermissten Person nach dem Auffinden, die selbständige Sucharbeit, das Arbeiten in unterschiedlichen und unwegsamen Geländestrukturen und Ausdauer für den Hund und die Zusammenarbeit mit dem Hund und seine Lenkbarkeit während des Einsatzes für die Führerin bzw. den Führer.

Helfer der Bergungsgruppen 1 und 2 aus Ronnenberg nutzten die Großübung um ebenfalls zu üben. Übungsszenario war hier ein im Graben umgekippter Laster, der wieder auf die Straße zu bringen und mit dem Tieflader abzutransportieren war. Ausbildungs- und Übungsschwerpunkt war neben den Fachthemen Heben und Bewegen von Lasten mit Hebekissen, Hydropressen und Mehrzweckzug auch Teamkommunikation und -koordination, Transportsicherung und Fahrzeugwinden. Danke an die Feuerwehr der Bundeswehr, die den Übungslaster zur Verfügung gestellt haben.

Für alle beteiligten Gruppen, die mit insgesamt 55 Helferinnen und Helfern übten, war die Großübung ein voller Erfolg, bei dem alle nicht nur bereits bekanntes nochmal trainiert werden konnte und damit der hohe Ausbildungsstandard des THW gefestigt werden konnte, sondern auch neue Impulse für die eigene Aus- und Fortbildung. 

Anwesend war auch Rainer Fredermann, Mitglied des Niedersächsischen Landtags und Beauftragter seiner Partei für den Katastrophen- und Brandschutz, der die Großübung seines Fachgebiets mit Interesse verfolgte.  

Nicht an der Übung teilgenommen, aber für den Fall von kleineren und größeren Unfällen vor Ort war das Deutsche Rote Kreuz aus Empelde. Mit Ausnahme einer kleineren Verletzung musste jedoch nicht auf die Einsatzkräfte der Sanitätskräfte zurückgegriffen werden.

Danke an alle beteiligten Ortsverbände für die Teilnahme an der Übung. Ohne das Engagement wäre dies nicht möglich gewesen.

Artikel aktualisiert: 26.04.2018, 12.46


  • Alle Bilder: F. Arlt, THW OV-Ronnenberg

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