Das THW verfügt über die verschiedensten Fachgruppen die gleichmäßig über das gesamte Bundesgebiet verteilt sind. Eine kleiner Teil dieser Fachgruppen stellen wir hier vor. 

Eine gesamte Liste aller THW Fachgruppen finden Sie hier.

Die THW-Bergungsgruppen

Die Bergungsgruppen retten Menschen, Tiere und bergen Sachwerte aus Gefahrenlagen, führen sicherungs Arbeiten an Schadenstellen durch, übernehmen leichte Räumarbeiten und richten Wege und Übergänge her. Als vielseitigste Gruppe im Technischen Zug sind Personal und Ausstattung auf die Bewältigung eines möglichst breiten Aufgabenspektrums ausgerichtet.

Die Fachgruppe Räumen

Die Fachgruppe Räumen verfügt über leistungsfähige Baumaschinen. Mit Hilfe von Radladern und Baggern räumt die Fachgruppe Schadensstellen, legt Zu- und Abfahrtswege an, hebt Gräben und Abflüsse aus und zerkleinert Hindernisse und Trümmer.

Die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen

Sie verfügt über ein großes Sortiment von leistungsfähigen Pumpen. Am leistungsstärksten sind die Schmutzwasserpumpen mit eigenem Motorantrieb, die bis zu 15 m3 stark verschmutztes Wasser pro Minute abpumpen.

Mit ihren unterschiedlichen Pumpen kann sie in Keller, Schutzräume oder Verkehrsanlagen eindringendes Wasser abpumpen. Die Fachgruppe ist in der Lage, über längere Strecken Wasserleitungen zu errichten, um beispielsweise Löschwasser für die Feuerwehr zu fördern. Bei der Beseitigung von Wasserschäden in Abwasseranlagen kann sie die Betreiber durch fachlich qualifizierte Arbeiten unterstützen. Die Fachgruppe verfügt über unterschiedliche Pumpentypen in den Leistungsklassen 1.000 bis 3.000, 5.000 beziehungsweise 15.000 Litern pro Minute. Diese Pumpen können neben Schmutz- und Abwasser auch Schlamm fördern und sind bei akuter Gefahr sofort einsetzbar.

Die Fachgruppe Führung/Kommunikation

Die Fachgruppe Führung/Kommunikation (FGr FK) dient der Führung von THW-Einheiten sowie der technischen Unterstützung von Einsatzleitungen.

Sie übernimmt die Kommunikationsaufgaben, die zur Führung der Einsatzkräfte und für die Verbindung zum Bedarfsträger erforderlich sind:

  • Abholen und Verlängern von Telekommunikationsanschlüssen aus Festnetzen über drahtlose Telekommunikationsverbindungen,
  • Einrichten und Betreiben von eigenständigen kabelgebundenen und drahtlosen Telekommunikationsnetzen,
  • Ergänzung bestehender Telekommunikationsnetze.

Der Führungstrupp (FüTr), der Fernmeldetrupp (FmTr) sowie der Führungs- und Kommunikationstrupp (FüKomTr) sind Bestandteil dieser Fachgruppe und dienen der Unterstützung beim Einsatz mehrerer THW-Einheiten. Auch der Weitverkehrstrupp (WVTr) gehört zur Fachgruppe Führung/Kommunikation. Bundesweit gibt es 5 WVTr, die als Antennenträger über 40 m hohe Teleskopmasten verfügen.

Die THW-Fachgruppe Brückenbau

Die Fachgruppe Brückenbau (FGr BrB) kann kurzfristig Brücken aus vorgefertigten Teilen oder herkömmlichen Baumaterialien wie Holz oder Stahl bis zu einer Länge von 50 m errichten. Seit 2010 kann das THW auch Eisenbahn-Behelfsbrücken bis 120 m Länge errichten.

Die Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA)

Die SEEBA (Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland) wurde auf der Grundlage der bei der Erdbebenkatastrophe in Mexiko 1985 gewonnenen Erfahrungen entwickelt. 

Die SEEBA ist weltweit einsetzbar. Da sich nach 72 Stunden die Aussichten, Überlebende zu finden, rapide verschlechtern, muss im Ernstfall schnell und präzise gehandelt werden. Nach einem Erdbeben können daher innerhalb von sechs Stunden nach Alarmierung Einsatzkräfte der SEEBA mit ihrer Ausrüstung zum Abflug am Flughafen bereit stehen. Die Alarmierung erfolgt im Regelfall über das Bundesministerium des Innern. Finanziert werden diese Einsätze vom Auswärtigen Amt.

Die Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland (SEEWA)

Die SEEWA steht für eine operativ-taktische Auslandseinheit, mit der das THW schnell auf aktuelle Gefahrenlagen im WASH-Bereich (Water, Sanitation and Hygiene) reagieren kann. Zu den Aufgaben der SEEWA zählen die Erkundung, die mobile Trinkwasseraufbereitung, die Wasserabgabe, die Wasseranalyse, die Instandsetzung zerstörter Wasserversorgungssysteme wie zum Beispiel Brunnen, die Sicherstellung einfacher Sanitärversorgung und die fachtechnische Beratung. Die Einsatzteams sind mit moderner Ausstattung ausgerüstet und ebenso wie die Experten der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) in der Lage, innerhalb weniger Stunden in ein Katastrophengebiet aufzubrechen.