Fachgruppe Ortung

Die Fachgruppe Ortung (FGr O) versteht sich als Unterstützung für Rettungseinheiten, das heißt in der Regel die der Feuerwehr, die bei der Ortung und Rettung von Verschütteten an ihre Grenzen stoßen. Dabei versucht das THW, Ortungsmöglichkeiten nach dem jeweils aktuellstem Stand der Ausbildung und Ausstattung anzuwenden. Die Einsatztaktik der THW-Fachgruppe Ortung setzt auf die Kombination von Ortungsspezialisten, qualifizierten Rettungshunden und elektronischen Ortungsgeräten, deren Zusammenarbeit auch bei Verschütteten in schwierigsten Lagen einen Rettungserfolg verspricht.

Über die eigentlichen Aufgaben der FGr O hinaus haben sich weitere Einsatzoptionen entwickelt, für die THW-Ortungsgruppen immer wieder eingesetzt werden. So kommen immer häufiger Anforderungen zur Vermisstensuche, mancherorts so häufig, dass sich bereits Spezialisierungen herausgebildet haben. Beispielsweise wurden im THW Ronnenberg Rettungshunde zur Wassersuche ausgebildet, die Ertrunkene selbst metertief unter Wasser orten können.

Bundesweit sind etwa 30 THW-Fachgruppen Ortung mit eigenen Rettungshunden ausgestattet, darunter auch der OV Ronnenberg. Die übrigen kooperieren mit Rettungshundestaffeln anderer Organisationen, sofern diese nachweislich den Leistungskriterien genügen. Alle 66 FGr O verfügen über ein elektronisch/akustisches Ortungsgerät, vereinzelt sind auch noch andere Techniken verfügbar. Darüber hinaus sind in der Schnelleinsatzeinheit für Bergungseinsätze im Ausland (SEEBA) drei Ortungsgruppen integriert. Die SEEBA wird vorrangig in der humanitären Hilfe der Bundesregierung nach Erdbeben oder vergleichbaren Ereignissen im Ausland eingesetzt.

Häufig redet man nur von den Rettungshunden oder der Rettungshundearbeit. Entscheidend ist jedoch, das der THW-Rettungshund und sein Hundeführer ein Team bilden müssen, das sich gegenseitig blind vertrauen kann. Man müsste also eigentlich von einem Rettungshundeteam sprechen, denn der Erfolg des Teams hängt genauso von der Leistung des Hundes ab wie von der Fähigkeit des Hundeführers, seinen Hund richtig zu leiten und zu beurteilen.

Rettungshundeführer im THW arbeiten (wie alle anderen THW-Einsatzkräfte auch) ehrenamtlich. Die Hunde befinden sich im Privatbesitz ihrer Hundeführer und werden von ihnen für die Rettungshundearbeit dem THW zur Verfügung gestellt.